Masterthesis Alexander Frisch, 2020
Der Entwurf des Opernpark Frankfurt stellt eine urbane Form des einst elitären Typus eines Opernhauses dar. Durch die Positionierung eines Ensembles wird der sonst übliche Solitär aufgebrochen und schafft verschiedene multifunktional einsetzbare Räume. Das Opernhaus wird durch ein Theater sowie ein Zusatzvolumen, welches das Ensemble unter der Woche aktivieren soll, ergänzt. Diese 3 sehr klaren Geometrien werden durch ein umlaufendes Rasterelement gebunden, welches städtebauliche Achsen stärkt.
Oper: Die Oper positioniert sich als Herz des Ensembles mittig auf dem Gebiet. Die klare Form leitet sich von der Bühne bzw. dem Zuschauerraum ab. Dieser wurde nach historischen Vorbilden konstruiert, da die ursprünglichen Formen von Opernsälen auch heute noch die besten akustischen Eigenschaften bieten.
Theater: Der Theaterturm stellt als Gegensatz zu dem Zuschauerraum der Oper einen hochmodernen multifunktionalen Raum dar. Durch Hubbühnen- und Seilzugtechnik ist der Theatersaal sehr wandelbar und bietet jeder Art von Theater die passende Bühne. Um eine geringere Verdichtung des Grundstückes zu schaffen, werden hier Probebühnen vertikal über der Hauptbühne gestapelt.
Zusatznutzung: Ein drittes Volumen wird zur Aktivierung unter der Woche auf dem Grundstück platziert. Hier sollen kleine Cafes, Werkstätten, Musikschulräume, Künstlerunterkünfte etc. untergebracht sein. Gleichzeitig schafft die Zusatznutzung einen Werkhof-Charakter hinter dem Bühnenhaus.
Rasterelement: Das umlaufende Rasterelement bindet das Ensemble und stärkt städtebauliche Achsen. Die leichte Konstruktion bietet Grundlage für verschiedenste Installationen. Von transparenten Stegen erschlossen, können hier auf mehreren Ebenen verschiedene Räume geschaffen werden. Von begrünten Parksituationen bis zu künstlerischen Lichtinstallationen bietet die Konstruktion eine vielfältig bespielbares Gestaltungselement.
Institut für Entwerfen und Konstruieren – Baukonstruktion und Entwerfen
1. Prüfer: Prof. Michael Schumacher, 2. Prüfer: Prof. Zvonko Turkali
Fakultät für Architektur und Landschaft – Leibniz Universität Hannover